Rezensionen zum Spitzbart-Album
NEU: BENZOL:
"Qualitativ hochwertig oder anders gesagt: Einfach nur gute Musik."
ROCKTIMES:
"Auf jeden Fall kann ich feststellen, dass ich schon lange nicht mehr so viel Spass mit einem Instrumental-Album hatte"
PANDAIMONIX:
"Wer Gitarrenklänge mag, wer instrumentale Scheibchen mag- dem sei Spitzbart wärmstens empfohlen."
FRAKTUR:
"Der gute Mann kann mit der Gitarre umgehen, dass einem Hören und Sehen vergeht"
VENUE MUSIC:
"Ein echter Lichtblick" "Tolles Werk"
METAL INSIDE:
"Wer ruhigen Insrumental-Rock mag, darf sich auf ein Schmankerl freuen"
GÄSTELISTE:
"Auf seinen aktuellen Alben bekommt Joe Satriani derartige Intensität nicht mehr hin"
INHARD:
"Es gibt in Spitzbart-Songs quasi Rock n`Roll pur".
NOISY NEIGHBOURS:
"cool-groovende Gitarrenmusik mit viiiieeeel Seele"
INDEPENDENTKICKS:
"zahlreiche Instrumental-Rock Perlen"
MUSIKANSICH:
"Ein echtes Muss für die große Fangemeinde von Gitarrenfreaks"
HEAVY MAGAZINE:
"Spitzbart rockt ohne auch nur ein Wort zu sagen"
BOARDSTEIN MAGAZINE:
"Eine kleine groovende Errungenschaft in meinem CD-Regal"
Neben den klassischen Rock'nRoll Karrieren, bei denen man in einer Garage anfängt, dann entdeckt wird, große Hits schreibt und einen viel zu frühen Rockstartod stirbt, kann man seine Musikerkarriere beispielsweise auch mit einem Musikstudium ausbauen und trotzdem oder gerade deswegeb sehr gute Musik machen. Einer, der eine solchen Weg eingeschlagen hat, nennt sich Spitzbart und liefert nun sein erstes Album ab. Björn Müller heisst der Mann, der sich hinter diesem Projekt verbirgt. Studierte wie schon bereits gesagt Musik in Los Angeles, spielte für Musicals, den Zirkus Roncalli und in der nicht gerade unbekannten Band Frameless. Nun ist er mit "Spitzbart" und zwei getreuen Musikern unterwegs und liefert acht Instrumentalsongs ab, die es in sich haben. Kurz gesagt, funkt, rockt und swingt es sich locker leicht durch die knappe halbe Stunde Rockgeschichte. Zwar behält sich die Band vor, andere Musik als "nerviges Gefrickel" zu machen, aber ganze ohne dieses kommt die Platte jedoch nicht aus. Wobei man das "nervig" auch getrost streichen kann. Gerade der letzte Song "Spitzbart on Speed" lebt davon, und dies auch garnicht schlecht. Im großen und ganzen ist das Album ein sehr relaxtes Instrumentalding, mit dem sich auch ohne weiteres Snowboardvideos oder ähnliche Sportvideos hinterlegen ließen. Tja, und da sich so ein Studium bemerkbar macht, hört man, dass der gute Björn sein Instrument in nur jeder erdenklichen Richtung beherrscht. Der verdammte Angeber. Qualitativ hochwertig oder anders gesagt. Einfach nur gute Musik
Ganz schön geheimnisvoll gibt sich das Projekt Spitzbart um den Gitarristen Björn Müller! Von Medien-, bzw. Internetpräsenz kann kaum die Rede sein und selbst die Promo-Agentur rückt nicht so richtig mit der Sprache raus. Fakten sind wohl, dass der Mann im Jahr 1976 geboren wurde und 1999 nach Los Angeles ging, um dort Gitarre zu studieren. Wieder zurück in deutschen Landen, spielte er in allen möglichen Projekten von Musical über Jazz bis hin zum Metal und stieg 2004 bei der Kölner Band Frameless ein, bis er 2007 das Instrumental-Trio Spitzbart auf die Beine stellte. So weit, so gut! Nach dem Einverleiben dieser Informationen war mein erster Gedanke allerdings: 'Oh weh, ein Studierter!', unterlegt mit der Befürchtung, dass schulisch angelernte Theorie sowie Praxis und Rockmusik in den seltensten Fällen überzeugend nebeneinander hergehen können. Aber weit gefehlt, zumindest was den hier rezensierten Longplayer betrifft! Was Müller und seine Mitstreiter auf den acht Songs des Debütalbums von Spitzbart zum Besten geben, das hat was! Da wird durchgängig ein astreiner und cooler Groove aufgefahren, es wurde sich effektiv auf den jeweiligen Song und die Atmosphäre desselben konzentriert, ohne dass sich einer der (außer Björn Müller nicht namentlich genannten) Mit-Musiker oder gar der Meister selbst auf einen Ego- bzw. Selbstverwirklichungstrip begibt. Mit "Traditional Spitzbart" geht es sehr beschwingt und lebendig los, wobei recht schnell auffällt, dass der Gitarrist sehr facettenreich zur Sache geht. Stetige Tempiwechsel und ein klasse Sound runden das Bild eines guten Starts dann erstmal ab. Bei "Schweben im Zustand des Schümli" (was immer das auch bedeuten mag) wird dann, nach verhaltenem Anfang, eine richtig dicke, fette und plakative Gitarrenlinie aufgefahren, die es in sich hat. Da schreit uns eine satte, klagende Melodie mit tonnenweise Feeling an, nur um dann wieder in ruhigere Fahrwasser zu gleiten, bevor sie mit aller Macht zurückkommt. Nach dem lamentierenden "Sie hat Unrecht", bei dem Müller die Gitarre einmal mehr sprichwörtlich zum Sprechen bringt, hat "Crazy Spitzbart" etwas von diesem ganz speziellen Zappa-Feeling, das so schwer in Worte zu fassen ist. Wobei ich hier mal allgemein festhalten muss, dass das Songwriting und die Melodieführungen über den Verlauf des gesamten Albums abwechslungsreich und spannend gehalten sind. Ich erspare mir mal auf jeden Track einzeln einzugehen, denn schließlich soll es für euch ja auch noch was zu entdecken geben. Auf jeden Fall kann ich aber feststellen, dass ich schon lange (ca. seit Klaus Hess' Sternentanz) nicht mehr so viel Spaß mit einem Instrumental-Album hatte. Ein Hauptgrund dafür ist, dass die Musik von Spitzbart locker und leicht ihre Schwingen ausbreitet und vordergründig vollkommen auf die 'jetzt-zeig-ich-mal-was-ich-kann'-Schiene verzichtet. Was die Musiker können, schleicht sich dann beim Anhören ganz automatisch ins Bewusstsein des Konsumenten ein. Und das ist eine sehr angenehme und überzeugende Art, mit seiner Musik Eindruck zu machen. Ein Vor- wie aber auch Nachteil ist die mit 32:26 Minuten sehr kurze Spielzeit. Ich halte es hier aber mal mit dem Protagonisten, der ganz offensichtlich die Qualität der Quantität vorzieht, was gerade bei Instrumental-Alben von unschätzbarem Wert ist. Und Qualität haben Björn Müller und seine Musiker allemal. Naja, Musiker…irgendwie irritiert mich der Umstand, dass Müller auf dem Cover seinen Live-Bassisten namentlich erwähnt, über die Studio-Truppe aber kein einziges Wort verliert. Hat er das alles vielleicht doch ganz alleine eingespielt??? Diese Frage ist aber letztendlich müßig, denn Spitzbart haben ein variables, nie langweilig werdendes Debüt-Album vorgelegt, mit dem sie sich 7 von 10 RockTimes-Uhren redlich verdient haben. Es würde mich nicht überraschen, wenn wir von Björn Müller in Zukunft noch so einiges zu hören bekommen werden!
Spitzbart heißt mit bürgerlichen Namen Björn Müller, ist ein genialer Gitarrist und obendrein der Mastermind des Instrumentaltrios. Zuvor machte er sich einen Namen als Studiomusiker, Soundmacher bei Musicals und verlieh bei Roncalli den akrobatischen Seiltänzen den musikalische Rahmen. 2004 stieg Björn Müller bei der Kölner Band Frameless mit ein, die er aber im vergangenen Jahr verließ um sich musikalisch selbst zu verwirklichen - was er mit vorliegender Scheibe nun auch erreicht hat. Nebenher ist er als Dozent an der New Music Academy in Offenbach als Dozent tätig und veröffentlichte erst kürzlich eine Gitarren-DvD über Improvisationskonzepte. Wenngleich das Promoblättchen verspricht, das Spitzbart "coole, groovende Musik ohne nerviges Gefrickel" macht, ist dem leider nicht gänzlich zuzustimmen. Bisweilen tobt sich Spitzbart wild an seiner Gitarre aus und frickelt wild herum - wobei es in dieser Hinsicht natürlich auch extremere Fälle gibt, man denke nur an die Experimente einer Band wie The Mars Volta. Ansonsten kann man über das Scheibchen nur sagen 8 solide Kompositionen, abwechslungsreich und flott, und spielerisch natürlich einwandfrei! Wer Gitarrenklänge mag, wer instrumentale Scheibchen mag oder eben beides - dem sei Spitzbart wärmstens empfohlen, allen anderen vielen Dank fürs lesen dieser kurzen Zeilen.
Es ist schon etwas grenzwertig, was Björn "Spitzbart" Müller einem mit seinem Album in die Ohren legt...das Handwerkszeug von Spitzbart ist die Gitarre, der er sein Leben verschrieben hat. Und der gute Mann kann mit der Gitarre umgehen, dass einem Hören und Sehen vergeht. Spitzbart schmettert einem die Gitarrenakkorde nur so entgegen, die kein Platz für Gesang lassen. Somit handelt es sich also um ein reines Instrumentalalbum. Mit Sicherheit nicht ein Album für jeden Tag und jede Laune, aber für Liebhaber von gutem Gitarrenrock auf jeden Fall ein Tipp! Infos zu Spitzbart findet ihr unter www.gitarrenbjoern.de
"Spitzbart" heisst mit bürgerlichem Namen Björn Müller und erblickte 1976 das Licht der Welt. Sehr früh erkannte er, dass die Gitarre sein Lebensmittelpunkt sein würde. 1999 ging er nach Los Angeles, um am GIT (Guitar Institute of Technology) zu studieren. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland arbeitete er für verschiedene Künstler von Jazz bis Metal, spielte Musicals und sogar beim Zirkus Roncalli. 2004 stieg er bei der Kölner Band "Frameless" ein und ab 2007 konzentrierte er sich auf seine eigene Musik und gründete sein Instrumentaltrio "Spitzbart". Nebenbei unterrichtet Björn als Dozent an der New Music Academy in Offenbach und veröffentlichte eine Gitarren-DVD über Improvisationskonzepte.
Nach einigen heute gehörten CDs, die mit ehrlicher Rockmusik nichts mehr zu tun hatten weil sie einfach zu sehr mit dem Computer versaut wurden, ist die CD von Spitzbart eine sehr gelungene Abwechslung - oder besser gesagt: Ein echter Lichtblick. Es ist eigentlich gar nicht so einfach richtig gute Instrumentalmusik zu machen, die einem nicht schnell auf die Nerven geht oder gar langweilig wird. Spitzbart schafft es, coole, groovende Musik ohne große Schnörkel oder nervige Arrangements bzw. Effekte zu machen. Auf dem Album wird man auch keinen einzigen Song finden, in dem ein selbstverliebter Gitarrero der ganzen Welt beweisen muss was er für ein toller Hecht ist und was er für Solis hinlegen kann. "Traditional Spitzbart" ist ein Song, der teils rockige und teils funkige Passagen enthält. "Schweben im Zustand des Schümli" überzeugt mit einer - wie der Titel schon sagt - "schwebenden" und leichten Melodie und Spielweise. Richtig Gas geben tut Björn im Song "Spitzbart on Speed". Eigentlich lassen die Song-Titel schon erahnen, wie ein Song aufgebaut ist. Und da sollte sich jeder mal ein wenig Gedanken machen. Auch wenn die Titel manchmal etwas eigentümlich sind, so kann man sich mit ein wenig Fantasie bestens in die Gedanken des Musikers hineinversetzen als er die Songs geschrieben hat und was er damit ausdrücken will. Hier merkt man richtig, dass eine Menge Energie und Liebe in das Album gesteckt wurde. Man muss wirklich zuhören und genießen - und somit ist "Spitzbart" kein Clubtaugliches Album und auch nicht zum Tanzen geeignet. Ich merke es schon: Wenn mir ein Album gefällt, dann fließen die Ideen beim Schreiben nur so. Tolles Werk! 9/10 Punkte!
Wer ruhigen Instrumental-Rock mag, darf sich auf ein neues Schmankerl freuen: hier kommen Spitzbart. Kopf des Instrumental-Trios bestehend aus Gitarre, Bass und Schlagzeug ist Björn Müller, der nebenbei auch als Dozent an der Offenbacher New Music Academy tätig ist und auch schon eine DVD über Improvisationskonzepte an der Gitarre veröffentlichte. Dass der Mann sein Instrument beherrscht, steht also außer Frage und muss entsprechend nicht weiter erwähnt werden. Häufig tendieren ja nun sich auf technisch gehobenem Niveau bewegenden Instrumental-Artisten unglücklicherweise dazu, sich auf Kosten der Hörbarkeit in zwar bewundernswerter, aber leider mitunter nur schwer anhörbarer Fingerakrobatik zu ergehen- auch diesen Vorwurf kann man SPITZBART nicht machen. Was die Herren da fabrizieren kommt im Gegenteil größtenteils sehr entspannt daher ohne sich aufzudrängen. "Pisa" wirkt zum Teil etwas funky, "Ein Spionagehai tanzt Polka" (der Gerechtigkeit halber soll hier auch auf die mitunter herrlich schrägen Songtitel hingewiesen werden, so der eben genannten und das sogenannte "Schweben Im Zustand Des Schümli") beginnt dank zusätzlicher untergelegter Gitarre einen ganz kleinen Tick mehr heavy. "Spitzbart On Speed" macht seinem Namen zunächst durchaus Ehre, wird dann jedoch auch wieder ruhiger. Wer also keinen Gesang braucht, kann hier getrost mal zugreifen.
Björn Müller aka "Spitzbart" (warum nicht gleich König Drosselbart?) hat in L.A. am Guitar Institute Of Technology studiert, war am Westerwalder Pop / Rock-Outfit Frameless beteiligt und hat bei Musicals sowie beim Zirkus Roncalli sein Geld verdient. Ein Drahtseil- bzw. -seiten-Akt auch dieses hier, sein Instrumentaltrio "Spitzbart" und dessen gleichnamiges Debüt. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Gitarrenheldenwichsvorlagen sind mit Paul Harriman (bss, u.a. Purple Schulz) und Dirk Oechsle (drms, Frameless) sowie Philip Behrends (drms, Decoy) echte Vollblutmusiker statt Drumcomputer und Stichwortgebern mit im Spiel, was der bärtigen Angelegenheit zusätzliche Spitzen verleiht. Zum Beispiel bietet das Eröffnungsstück elegante, straffe und etwas countryfizierte Fusionmusik, wie sie auch bei Larry Carlton oder Greg Howe begeistert. Der persönliche Liebling "Schweben im Zustand des Schümli" erzeugt ungläubiges Kopfschütteln (aber Vorsicht mit dem Kaffee!): Auf seinen aktuellen Alben bekommt Joe Satriani derartige Intensität und sangliche Melodik nicht mehr hin. Ein weiteres Highlight: "Ein Spionagehai tanzt Polka" - dieser Haifisch hat Metal-Zähne. Über orientalische Skalen wird gerockt, bis der Barbier kommt. Und so weiter und so weiter. Klingt wie: Maxxess, Satch, Mr. 335, Greg Howe, vielleicht. Ist aber aber vor allem sehr eingenständig. Eigene Meinungsbildung z. B. unter der zweiten untenstehenden Surf-Empfehlung möglich.
Spitzbart ist das instrumentale Rock-Trio um den Gitarristen Björn Müller, der u.a. auch bei der Kölner Band Frameless gespielt hat. Zusammen mit Basser und Drummer gibt es in den Spitzbart-Songs quasi Rock'n'Roll pur: instrumental groovende und packende Mucke. Die Titel wurden sehr treffend und einfallsreich gewählt: "Schweben im Zustand des Schümli", "Crazy Spitzbart" und "Ein Spionagehai tanzt Polka". (4 von 6 Punkten)
Hinter Spitzbart verbirgt sich nicht, wie man bei dem Namen eventuell erwarten dürfte, ein singender Barde; Spitzbart ist vielmehr das Bandprojekt des Kölner Ex-"Frameless" Gitarristen Björn Müller. Der junge Mann hat auf dem renommierten "Guitar Institute of Technology" in Kalifornien sein Handwerk erlernt und macht seinen Lehrern nun mit wohlgefeilter Technik und intelligentem Songwriting alle Ehre. Am ehesten erinnert die Musik von Spitzbart vielleicht an Joe Satriani, dem der Hang zur selbstverliebten Frickelei ebenso abgeht wie seinem Epigonen. Schöne, cool-groovende Gitarren-Instrumentalmusik mit viiiieeeeel Seele und Gefühl- es gibt sie noch (11)
Instrumentale Rock Musik erweist sich in jüngster Vergangenheit einer immer größer werdenden Beliebtheit. Weshalb sollte man sich auch mit schlechten Sängern sowie deren Allüren und Kapriolen herumschlagen? Das dachte sich wohl auch Björn Müller, Leader und Mastermind der Kölner Band Spitzbart. Auf ihrem neuen, selbstbetitelten Album ziseliert das Instrumentaltrio seine ganz persönliche Definition von Rock Musik. Hier mal eine catchy Hookline, da mal ein fetter Power-Chord, hier dann ein groovy Basslauf, da dann ein treibender Rhythmus und fertig sind zahlreiche Instrumental-Rock Perlen. Diese werden dann noch mit Schenkelklopfer-Titeln wie "Crazy Spitzbart", "Spitzbart On Speed", "Spitzbart auf großer Fahrt" oder "Spitzbart am Nil" versehen, sodass das Wort "Spitzbart" insgesamt zehn Mal auf der CD samt Verpackung vorkommt. Wie auch immer, Spitzbart präsentiert uns mit "Spitzbart" ein sehr ambitioniertes Werk, dass stark nach Mustasch und ZZ Top ohne Gesang klingt.
Was für ein Sound aus meiner Anlage. Ich dachte, ich höre nicht richtig…. Selten faszinierte mich eine CD so sehr. Der geniale Gitarrist Björn Müller, schon bekannt geworden durch sein Engagement bei Frameless und als gefragter Studiomusiker unter anderem für Roncalli, gelingt mit seinem Debüt-Album ein wirklich großer Treffer. Auch wenn die Titel irgendwie so gar nicht zu den Stücken passen wollen, so sind die rein instrumentalen Stücke supergut eingespielt und gemischt. Manchmal vermisse ich die guten alten Vocals ein bisschen. Doch der fetzige Rhythmus, bei dem man einfach mit muss, entschädigt dafür. Ein echtes Muss für die große Fangemeinde von Gitarrenfreaks (16 von 20 Punkten)...
Spitzbart- alias Björn Müller hat in musikalischer hinsicht schon einiges auf dem Buckel. So hat er in LA Gitarrentechnik studiert, spielte bei "Frameless", in Musicals und trat sogar mal im Zirkus "Roncalli" auf. Nun kommt er mit seiner ersten Solo-Platte und konzentriert sich dabei rein auf instrumentale Virtuosität. Und das gelingt ihm. Mit seichten, groovigen und rockigen Melodien tobt er sich regelrecht an seiner Klampfe aus. Und das ohne an Energie und Schwung zu verlieren, d.h. bei keinem der acht Songs kommt Langeweile auf. Das einzige gravierende Manko ist eben das völlige Fehlen von Text und Gesang. Doch damit konnte ich mich bei dem Sound schnell abfinden. Fazit: Gelungenes Musik-Experiment. "Spitzbart" rockt ohne auch nur ein Wort zu sagen. (7/10)
Spitzbart -s/t: Spitzbart ist eine Instrumental-Rockband, die mich beim ersten Hinhören ein wenig an "Alte-Männer-Gitarren-Frickel-Mucke" erinnerten, doch ich muß gestehen, dass ich das manchmal ganz gerne mag und Spitzbart dann doch wesentlich jünger klingen. Eine kleine groovende Errungenschaft hier in meinem selbstgezimmerten CD-Regal.